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Fight, Fly or Freeze - Welcher Stresstyp bist du?

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Das Stressempfinden ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Während einer mit Stress und Hektik über mehrere Jahre umgehen kann, ist das dem anderen schon für ein paar Wochen zu viel. Das individuelle Stressempfinden hat viel mit Veranlagung, Erfahrung und der Umgebung zu tun.

 

Für einen gesünderen Umgang mit negtivem Stress ist es sehr wichtig, den eigenen Stresstyp zu kennen. Im Wesentlichen wird zwischen 3 Stresstypen unterschieden:

Der Kämpfer (Fight)

Der Kämpfer ist der typische Karrieretyp. Er scheint immer Energie zu haben, arbeitet ohne Pause und steht ständig unter Strom. Der Stress wird dadurch als solcher gar nicht wahrgenommen. Erfolg ist für ihn das Wichtigste, daher erwartet er viel von sich und setzt sich damit selbst unter Druck. Er begibt sich absichtlich in Stresssituationen und überschätzt sich leicht, da er an vielen Baustellen gleichzeitig arbeitet. Von der Arbeit abzuschalten ist diesen Menschen fast nicht möglich. Der typische Kandidat für Bluthochdruck und er läuft Gefahr irgendwann mit Burnout zusammenzubrechen.

Der Vermeider (Fly)

Der Vermeider weicht Stresssituationen möglichst aus, indem er die Flucht ergreift. Er zieht sich häufig zurück und möchte sich am liebsten wenig anstrengen, da er sich auch körperlich für nicht belastbar hält. Probleme und Konflikte werden gerne ausgesessen. Statt Verantwortung zu übernehmen hofft er, dass sich die Probleme eventuell von allein erledigen. Da das aber selten passiert, steigt der Druck. Ärger frisst er in sich hinein und leidet oft an stressbedingten Magen-Darm-Problemen.

Der Hilflose (Freeze)

Der Hilflose Typ hat meist wenig Selbstvertrauen und fühlt sich den Situationen ausgeliefert. Dadurch verfällt er in eine Art Starre, fühlt sich ohnmächtig und hat oft Gedanken wie "das schaffe ich nicht". Er reagiert dann nur noch passiv und ist in sich gekehrt. Frust und Ärger werden unterdrückt und führen zu innerlicher Anspannung. Er lässt viel über sich ergehen und Gedanken belasten ihn ständig. Daher kann er nur schwer abschalten und leidet oft an Depressionen und Ängsten.

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Wie entspannst du richtig?

Meistens finden wir uns, je nach Situation, in allen 3 Typen wieder. Es gibt aber eine grundsätzliche Veranlagung zu einem Typ. Das Interessante dabei ist, dass sich fast die Hälfte der jungen Menschen bis 25 Jahre zu den Kämpfern zählt. Je älter wir werden, desto mehr entwickeln wir uns zu den Vermeidern oder zu den Hilflosen.

Und das kannst du tun, um deinem Typ entsprechend mehr Entspannung in deinen Alltag zu bringen:

Für den Kämpfer

Das Wichtigste bei diesem Typ ist, den Blutdruck zu senken. Das erreichst du mit Reduzierung deines Kaffeekonsums und mit Ausdauersport. Bewusste kleine Pausen und Atemübungen für Zwischendurch können wahre Wunder bewirken. 

Als Entspannungstechnik empfehle ich dir die Progressive Muskelentspannung. Zumindest für den Anfang, bis eine gewisse Grundentspannung erreicht ist. Dann sind Geist und Körper auch für andere Entspannungstechniken offen.

Für den Vermeider

Als Vermeider musst du deine Stärken entdecken, das gelingt dir am Besten, indem du aktiv gegen deine Stressfaktoren vorgehst. Nimm den Kopf aus dem Sand und schau die Dinge an, ansonsten steigt der Druck immer mehr.

Als Entspannungstechnik empfehle ich dir das Autogene Training und Qi Gong. Durch diese Techniken bist du in der Lage Verhaltensweisen zu ändern und aktiver zu werden.

Für den Hilflosen

Lerne "Nein" zu sagen, Grenzen zu setzen und deine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Du solltest dir einen Sport aussuchen, der dir richtig Spaß macht, denn das stärkt das Selbstvertrauen. Dadurch kannst du auch Konflikte besser austragen.

Als Entspannungstechnik empfehle ich dir die Fantasie-Reise und Meditation. Mit diesen Techniken baust du dein Selbstbewusstsein auf und lernst dich leichter durchzusetzen.